Es klappern die Räder...

Der Kraft des Wassers verdankt die Stadt ihren wirtschaftlichen Aufschwung. Bereits im Mittelalter wurden in den Hämmern und Schleifkotten Werkzeuge gefertigt. Später verschifften Remscheider Kaufleute die Remscheider Waren in alle Welt und begründeten so den Ruf Remscheids als exportorientierte Werkzeugstadt.

Die Relikte vergangener Zeiten, Hämmer und Kotten, lassen sich in der Stadt noch heute entdecken. Malerisch gelegen dient der Steffenshammer im Ortsteil Clemenshammer heute als Schauhammer und kann besichtigt werden. Von dort führt ein schöner Wanderweg durch das historische Tal der Gelpe, in dem sich einst ein Hammer an den anderen reihte. Infotafeln am Wegesrand informieren über die industriegeschichtliche Bedeutung des Tales.

Das nahegelegene Historische Zentrum mit dem Deutschen Werkzeugmuseum und dem im Stil des Rokoko erbauten Wohn- und Geschäftshaus der Familie Cleff läßt die Geschichte der Remscheider Werkzeugindustrie lebendig werden.

Klappernde Webstühle

Anders als in Remscheid und seinen Hofschaften bestimmte in den heutigen Stadtteilen Lennep und Lüttringhausen das Tuchgewerbe das Leben der Menschen. Die klappernden Webstühle, die zischenden Dampfmaschinen und die ächzenden Walkmühlen waren einst weithin zu hören. Im Verlaufe des 16. und 17. Jahrhunderts entwickelte sich besonders in Lennep eine leistungsfähige Tuchindustrie, deren Produkte auch in der "Neuen Welt" ihre Liebhaber fanden. Lenneper Kaufleute gründeten schon im 18. Jahrhundert Handelsniederlassungen in New York.

Das Lenneper Tuchmuseum, am Stadtrand der idyllischen Lenneper Altstadt gelegen, erinnert mit seiner Ausstellung an die Geschichte der Tuchindustrie im Bergischen Land.

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